Zu Vino sagt man nie No – ein Erfahrungsbericht

16:55 Uhr, 27. Juni, Ellwangen (Jagst)
Zu ungewohnt später Stunde treffen sich die Referendare am Referendarhaus in froher Runde: denn heute steht der lang ersehnte Trinkversuch an. Dieser musste die letzten Jahre wegen Corona leider ausfallen, sodass die Vorfreude umso größer war. Sogar der Kühlschrank wurde zu dieser erfreulichen Zusammenkunft entrümpelt und von den Milchpackungen der letzten drei Jahre befreit, die ein Infektionsrisiko ähnlich der Corona-Lage bereithielten.
17:10 Uhr
Die Reihen füllen sich mittlerweile mit den Teilnehmern der vergangenen und der momentanen AG, sowie den Aufsichtspersonen. Gleichermaßen steigt der Füllstand der Weingläser und die Anzahl der offenen Bierflaschen exponentiell an – wenn auch keine Getränke mit mehr als 20% Alkoholgehalt erlaubt waren. Man muss schließlich auch die Kirche im Dorf lassen, oder eben gegenüber vom Referendarhaus 😉
17:30 Uhr
Thomas Maile vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr hatte den mehr oder weniger harten Job des ersten Vortrags des Abends inne. Anschaulich verdeutlichte er uns, welche Gefahren und Risiken Alkohol im Straßenverkehr mit sich bringt und weswegen von uns an diesem Abend eindeutig die wenigsten noch nach Hause fahren sollten… Aus diversen Gründen, die wir an dieser Stelle nicht weiter erläutern müssen, ist dies offensichtlich, wie Jägermeister und Bier, keine besonders erstrebenswerte Kombination.
18 Uhr
Der Pegel steigt und somit lohnen sich die ersten Alkoholtests mit dem eigens dafür mitgebrachten Gerät. Teils schockierende Ergebnisse, teils im Rahmen des zu Erwartenden – da macht jeder seine persönliche Erfahrung. Schließlich ist der Alkoholpegel ungefähr kausal auf den jeweilig unterschiedlich hohen Konsum zurückzuführen.
19 Uhr
Dr. Frank Reuther schwingt sich ans imaginäre Rednerpult. Mit toxikologischen Hintergründen über die Wirkung von Alkohol und Drogen, sowie Tipps und Tricks zum sicheren Konsum konnte er punkten. Vor allem sein humoristischer Vortragsstil war zu später Stunde gern gesehen.
20 Uhr
Nachdem der formelle Teil des Abends beendet war, ging die illustre Runde zu Spiel, Spaß und Spannung über: verschiedene Reaktionstests gaben die Möglichkeit, die eigene Reaktionsfähigkeit auch im nicht mehr ganz nüchternen Zustand zu überprüfen. Besonders nett war, dass der Vertreter der DEKRA so lange da war und seine Tests anbot. Auch wettkämpferisch konnte man zu persönlichen Höchstleistungen auflaufen. Mit der 1.5-Promille-Brille verschiedene Lichtkegel zu treffen hört sich nämlich nur in der Theorie leicht an – zumindest für diejenigen unter uns, die diesen Pegel regelmäßig nicht erreichen.
21:30 Uhr – 00:30 Uhr
Steigender Pegel, wechselnde Ergebnisse beim Alkoholtest, von denen nicht jedes pädagogisch wertvoll verwertbar war und nette Gespräche. Während die ersten sich bereits auf den Heimweg machen, bleibt der Rest noch ein wenig länger im Referendarhaus. Und so ließ sich der Abend beenden, ohne dass die Polizei in Ellwangen einsatzbereit sein musste – mit vielen Erfahrungen und Gelächter räumten wir ein wenig auf und schlossen das Referendarhaus ab.
Danke an alle beteiligten Organisatoren, dass wir diesen Abend so erleben durften – wir kommen gerne wieder!

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