Stationsablauf

1. Zivilstation beim LG oder einem AG im LG-Bezirk (5 Monate)

Die Zuteilung in der Zivilstation erfolgt an das LG Ellwangen zu einem Richter der verschiedenen Kammern oder einem Richter an einem Amtsgericht im Landgerichtsbezirk. Sowohl bei der Zuweisung zum LG oder AG, also auch bei der Zuweisung zu den versch. Kammern werden die Wünsche berücksichtigt. So besteht z.B. bei entsprechendem Wunsch die Möglichkeit einem Richter der KfH (Kammer für Handelssachen) oder der Arzthaftungskammer zugewiesen zu werden.

2. Strafstation (3,5 Monate)

Die Strafstation kann grundsätzlich sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch beim Strafgericht abgeleistet werden, wobei am Landgericht Ellwangen grundsätzlich eine Zuweisung zur Staatsanwaltschaft erfolgt. Während der Strafstation werden sowohl Arbeiten für den zugewiesenen StA erledigt, als auch Sitzungsvertretungen vorgenommen. Die Sitzungsvertretung kann der Referendar nach der Strafstation auch noch freiwillig weiter machen und erhält dafür dann auch eine Vergütung.

3. Anwaltsstation I (4,5 Monate)

In der ersten Anwaltsstation besteht für die Referendare erstmals die Möglichkeit vollkommen selbst zu entscheiden, wo diese absolviert werden soll. Einzige Voraussetzung ist, dass der Ausbilder mindestens seit zwei Jahren als Anwalt zugelassen ist. Es besteht auch die Möglichkeit die Anwaltsstation außerhalb von Baden-Württemberg oder auch im Ausland zu absolvieren. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Zuweisung nur dann außerhalb von Baden-Württemberg erfolgt, wenn die Möglichkeit besteht, dass in dem anderen Bundesland der AG-Unterricht besucht werden kann. Im Ausland wird man zwar grds. vom AG-Unterricht befreit, allerdings kann die Befreiung nur für eine Anwaltsstation erfolgen, so dass auch nur eine im Ausland absolviert werden kann. Außerdem besteht auch die Möglichkeit die Anwaltsstation in einem Unternehmen oder einem Verband abzuleisten, soweit der Ausbilder zugelassener RA ist.

4. Verwaltungsstation (3,5 Monate)

Die Verwaltungsstation kann im Landratsamt, einer Stadt, einer Gemeinde oder einer Verwaltungsgemeinschaft, sofern eine fachkundige Leitung der Ausbildung gewährleistet ist, einem Regierungspräsidium, einer Landesoberbehörde, einer höhere Sonderbehörde, im Polizeipräsidium Stuttgart, der Oberfinanzdirektion, einem kommunaler Landesverband, dem Verwaltungsgericht oder dem Verwaltungsgerichtshof abgeleistet werden. Die Ausbildungsstätte muss dabei nicht notwendigerweise im Landgerichtsbezirk Ellwangen liegen. Eine Station im Ausland oder einer Bundesbehörde ist in Baden-Württemberg leider nicht möglich.

Alternativ besteht die Möglichkeit, die Verwaltungsstation an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer  zu absolvieren. Diese dauert 3 Monate.

5. Anwaltsstation II (4,5 Monate)

Hier bestehen die gleichen Möglichkeiten wie in der Anwaltsstation II Es sollte jedoch beachtet werden, dass unmittelbar im Anschluss die Klausuren für das 2. StEx. geschrieben werden müssen. Es bietet sich daher an, dass die Arbeitsbelastung nicht ganz so hoch ist und man genügend Zeit zum lernen hat.

6. Zulassungsantrag für das 2. Staatsexamen

7. Wahlstation (3 Monate)

In der Wahlstation stehen dann einem wieder alle Möglichkeiten offen. Allerdings ist hier ein Schwerpunkt (Justiz, Rechtsanwalt, Wirtschaft, Verwaltung, Arbeit, Soziale Sicherung, Steuern, Europarecht, Internationales Privatrecht), zu wählen, in dessen Bereich die Ausbildung auch erfolgen muss.

8. Mündliche Prüfung des 2. Staatsexamens

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