Zu Vino sagt man nie No – ein Erfahrungsbericht

16:55 Uhr, 27. Juni, Ellwangen (Jagst)
Zu ungewohnt später Stunde treffen sich die Referendare am Referendarhaus in froher Runde: denn heute steht der lang ersehnte Trinkversuch an. Dieser musste die letzten Jahre wegen Corona leider ausfallen, sodass die Vorfreude umso größer war. Sogar der Kühlschrank wurde zu dieser erfreulichen Zusammenkunft entrümpelt und von den Milchpackungen der letzten drei Jahre befreit, die ein Infektionsrisiko ähnlich der Corona-Lage bereithielten.
17:10 Uhr
Die Reihen füllen sich mittlerweile mit den Teilnehmern der vergangenen und der momentanen AG, sowie den Aufsichtspersonen. Gleichermaßen steigt der Füllstand der Weingläser und die Anzahl der offenen Bierflaschen exponentiell an – wenn auch keine Getränke mit mehr als 20% Alkoholgehalt erlaubt waren. Man muss schließlich auch die Kirche im Dorf lassen, oder eben gegenüber vom Referendarhaus 😉
17:30 Uhr
Thomas Maile vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr hatte den mehr oder weniger harten Job des ersten Vortrags des Abends inne. Anschaulich verdeutlichte er uns, welche Gefahren und Risiken Alkohol im Straßenverkehr mit sich bringt und weswegen von uns an diesem Abend eindeutig die wenigsten noch nach Hause fahren sollten… Aus diversen Gründen, die wir an dieser Stelle nicht weiter erläutern müssen, ist dies offensichtlich, wie Jägermeister und Bier, keine besonders erstrebenswerte Kombination.
18 Uhr
Der Pegel steigt und somit lohnen sich die ersten Alkoholtests mit dem eigens dafür mitgebrachten Gerät. Teils schockierende Ergebnisse, teils im Rahmen des zu Erwartenden – da macht jeder seine persönliche Erfahrung. Schließlich ist der Alkoholpegel ungefähr kausal auf den jeweilig unterschiedlich hohen Konsum zurückzuführen.
19 Uhr
Dr. Frank Reuther schwingt sich ans imaginäre Rednerpult. Mit toxikologischen Hintergründen über die Wirkung von Alkohol und Drogen, sowie Tipps und Tricks zum sicheren Konsum konnte er punkten. Vor allem sein humoristischer Vortragsstil war zu später Stunde gern gesehen.
20 Uhr
Nachdem der formelle Teil des Abends beendet war, ging die illustre Runde zu Spiel, Spaß und Spannung über: verschiedene Reaktionstests gaben die Möglichkeit, die eigene Reaktionsfähigkeit auch im nicht mehr ganz nüchternen Zustand zu überprüfen. Besonders nett war, dass der Vertreter der DEKRA so lange da war und seine Tests anbot. Auch wettkämpferisch konnte man zu persönlichen Höchstleistungen auflaufen. Mit der 1.5-Promille-Brille verschiedene Lichtkegel zu treffen hört sich nämlich nur in der Theorie leicht an – zumindest für diejenigen unter uns, die diesen Pegel regelmäßig nicht erreichen.
21:30 Uhr – 00:30 Uhr
Steigender Pegel, wechselnde Ergebnisse beim Alkoholtest, von denen nicht jedes pädagogisch wertvoll verwertbar war und nette Gespräche. Während die ersten sich bereits auf den Heimweg machen, bleibt der Rest noch ein wenig länger im Referendarhaus. Und so ließ sich der Abend beenden, ohne dass die Polizei in Ellwangen einsatzbereit sein musste – mit vielen Erfahrungen und Gelächter räumten wir ein wenig auf und schlossen das Referendarhaus ab.
Danke an alle beteiligten Organisatoren, dass wir diesen Abend so erleben durften – wir kommen gerne wieder!

JVA-Besuch

In Gotteszell in Schwäbisch-Gmünd muss man den lieben Gott etwas länger suchen, aber Zellen finden sich dafür umso mehr.

Davon konnten wir, die AG´s des Landgerichts Ellwangen, uns an einem schönen Montagmorgen höchstpersönlich überzeugen. Die Gefängnisleitung von Gotteszell, Claudia Zink, hatte es gemeinsam mit unserer Ausbildungsleiterin Ursula Grimm-Hanke für uns und einige andere Auszubildende möglich gemacht, die JVA im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

Die JVA Gotteszell beherbergt bis zu 355 Insassen bei maximaler Kapazität und ist in Baden-Württemberg neben Bühl mit nur drei Plätzen die einzige Anstalt für Frauen. Aus dieser Monopolstellung ergibt sich die Allzuständigkeit von Gotteszell: Kurz- und Langstrafen, sowie Sicherheitsverwahrte und Jugendsträflinge sind hier alle untergebracht.
Sie befindet sich in einer ehemaligen Klosteranlage und wird daher gemeinhin auch als das „schönste Gefängnis Baden-Württembergs“ bezeichnet.

Nicht unterschätzen sollte man den Verkehr: nachdem wir von Ellwangen nach Schwäbisch-Gmünd fahren mussten, kamen wir gerade noch pünktlich an der JVA an.
Wichtig vor allem der aktuelle Corona-Test und eine FFP2-Maske, denn die JVA muss an dieser Stelle natürlich dringende Vorkehrungen treffen, um eine The-Walking-Dead-Situation zu vermeiden.
Ungünstig war es allerdings, wenn man den Corona-Test nur auf dem Handy vorweisen konnte, denn dieses musste danach wieder zum Auto zurückgebracht werden. Jegliche elektronische Geräte sind in der JVA auch bei Besuch verboten.

Nach der Ausweisabgabe wurden wir ins Gebäude eingeschleust und besuchten zuerst den Arbeitsbetrieb. Hier gibt es viele Arbeitsplätze im Montagebetrieb für Industriekunden.
Hier herrscht in jeglicher Hinsicht Gleichberechtigung: Ein Würth-Kalender existiert schließlich vor allem mit männlichen Modellen 😉
Aber auch eine Wäscherei und Schneiderei sind als Arbeitsmöglichkeiten vorhanden.

Den Haupt- oder Realschulabschluss kann man ebenfalls in Gotteszell nachholen; insbesondere ist aus den Zeugnissen gemäße dem StVollzG BW nicht ersichtlich, dass dieser Abschluss in einer JVA erzielt wurde. So werden den Gefangenen gute Bildungschancen ermöglicht, um einen Berufseinstieg nach der Haft zu erleichtern.

Sogar eine Mutter-Kind-Abteilung bietet die Möglichkeit, die ersten Jahre des Lebens gemeinsam zu verbringen.

Neben den Arbeitsbereichen erhielten wir auch einen Einblick in die Verwaltung mit der Möglichkeit, Fragen an die verschiedenen Mitarbeiter der JVA zu stellen. Claudia Zink stand uns während der ganzen Führung immer mit einem offenen Ohr zur Seite. So wurde jede einzelne Frage während der drei (!) Stunden unseren Aufenthalts zur vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Gott gefunden haben wir dann letztlich bei einem Besuch der institutseigenen Kirche, was bei den doch steigenden Temperaturen eine willkommene Abkühlung bot. Trotz unterschiedlicher Religionszugehörigkeit der Insassinnen findet hier jede Woche ein Gottesdienst statt, der regen Anklang findet. Messewein wird allerdings nicht ausgeschenkt.

Doch so schön die Anstalt auch sein mag, ist die bedrückende Realität, dass schon um 16 Uhr die Türen der Anstalt für die Insassinnen geschlossen werden und sie daraufhin sich selbst überlassen sind. Letzen Endes hat uns Frau Zink den Alltag im Gefängnis ungeschönt und ehrlich dargestellt, sodasss wir uns einen guten Eindruck von der Realität hinter Gittern bilden konnten.
Jedoch bleibt dabei zu bedenken, dass man als Außenstehender immer nur einen Bruchteil dessen erfahren kann, was wirklich zu einem Leben dort dazugehört. Insgesamt war der Ausflug eine lehrreiche Erfahrung und wir sind froh, dass wir die Möglichkeit hatten, diese zu machen.

Die ersten Tage am Landgericht Ellwangen der AG IV

Der 01.Oktober.2021. Ein aufregender Tag für viele von uns. Neue Leute, neue Herausforderung, neue Stadt.

Viele von uns kommen von außerhalb und haben mit Ellwangen noch keinen großen Kontakt gehabt.

Die Aufregung wurde uns aber schnell genommen. Es gab eine herzliche Begrüßung im Schwurgerichtssaal durch unsere Ausbildungsleiterin und wir konnten uns untereinander auch schnell kennenlernen, da wir nur eine kleine Gruppe von 10 Personen sind. So entstand auch in den folgenden Wochen eine entspannte Atmosphäre. So viel schnell die Hemmung Fragen im Unterricht zu stellen.

Nach der Begrüßung bekamen wir einen Rundgang durch das Landgericht und wir liefen im Anschluss zum Referendarhaus, ein großer Vorteil daran Referendar am Landgericht Ellwangen zu sein, da es sowohl Parkplätze für die Referendare gibt, als auch Räumlichkeiten, die man z.B. als Lerngruppe nutzen kann.

Nach dem Rundgang gab es ein kleines Fragespiel zum kennenlernen, als auch eine Besprechung organisatorischer Angelegenheiten. Schnell war der erste Tag vorbei.

In den weiteren Tagen sorgten viele dafür, dass wir uns alle willkommen fühlten.

Die AG, die schon ein Jahr länger als wir im Vorbereitungsdienst ist, lud uns zum Pizza essen ein, um sich ein wenig austauschen zu können. Man konnte sich unterhalten, einander kennenlernen, die Herangehensweise der älteren Referendare erfragen und sich ihre Erfahrungen, die sie bis jetzt sammeln konnten, anhören.

Darüber hinaus wurden wir von Oberbürgermeister Michael Dambacher zu einem Sektempfang mit anschließender Stadtführung eingeladen, bei welcher uns die Geschichte Ellwangens mittels einiger Anekdoten näher gebracht wurde.

In den folgenden Tagen des Einführungslehrgangs merkten wir, dass der Standort Ellwangen eine tolle, lernfördernde Atmosphäre bietet, um sich auf das zweite Staatsexamen vorbereiten zu können.

Wir freuen uns schon, die kommende AG im Jahr 2022 davon überzeugen zu dürfen.

Die Referendare der AG IV vor
dem Referendarhaus

Die ersten Schritte im Referendariat

Am 1. Oktober 2020 war es soweit: Wir, die AG III, haben unser Referendariat in Ellwangen begonnen.

Nach einer herzlichen Begrüßung von der Ausbildungsleiterin Frau Grimm-Hanke machten wir uns direkt an die Arbeit. Der Einführungslehrgang Zivilrecht dauerte etwa 4 Wochen, in denen wir uns vormittags im Referendarhaus trafen. Primär wurden wir natürlich in die ZPO eingeführt, haben unterschiedliche Urteilsarten kennengelernt und den gesamten Zivilprozess aufgearbeitet. Jedoch blieb uns immer auch genügend Zeit, uns gegenseitig kennenzulernen – während Gruppenarbeiten oder beim gemeinsamen Mittagessen.

Das Referendarhaus, das nicht nur mit einer gut ausgestatteten Bibliothek punkten kann, sondern auch mit einer eigenen Küche und einer Tischtennisplatte, ermöglichte uns in den ersten Wochen auch Präsenzunterricht. Die Räume sind groß genug um ein Hygienekonzept einzuhalten. Außerdem ist es werktags für uns Referendare frei zugänglich und bietet ausreichend Arbeitsplätze für das Selbststudium. Auch Parkplätze direkt vorm Haus sind für uns Referendare reserviert.

Leider wurden die Corona-Regeln bezüglich des Unterrichts geschärft und wir treffen uns für den AG-Unterricht nur noch online. Doch auch wenn anfangs vor allem die Dozenten von diesem Konzept abgeschreckt waren, können wir bisher nur Positives berichten. Der Online-Unterricht steht dem Präsenzunterricht fachlich um nichts nach. Gerade weil in Ellwangen im Vergleich zu anderen Standorten eher kleine Gruppen das Referendariat antreten, findet online genauso ein Diskurs statt wie im Präsenzunterricht. Sowieso durften wir uns von der Anonymität der Hörsäle verabschieden, was für uns alle eine willkommene Abwechslung ist. Dies bietet vor allem uns die Chance, im regen Austausch mit den Dozenten zu stehen und unsere Belange, Fragen und Anmerkungen finden jederzeit ein offenes Ohr.

Auch war es für uns trotz der Pandemie möglich, am Zivilgericht die Ausbildung zu genießen, den Verhandlungen beizuwohnen und diese auch selbst zu leiten. Jeder von uns wurde einem Richter/ einer Richterin zugewiesen, wir wurden persönlich betreut und durften regelmäßig Akten bearbeiten. Zwar finden wegen der Pandemie weniger Verhandlungen statt, jedoch haben unsere Ausbilder und Ausbilderinnen immer Wege gefunden, uns die Arbeit im Zivilgericht näher zu bringen.

Nun beginnt für uns bereits die Strafstation bei der Staatsanwaltschaft, wieder eingeleitet mit dem Einführungslehrgang und einem Plädierkurs. Da wir den Online-Unterricht schon so gewohnt sind, sehen wir uns dadurch in unserer Ausbildung nicht eingeschränkt. Außerdem dürfen wir bei unserer Dozentin Frau Koller an den Sitzungstagen im Gericht teilnehmen und werden so die praktische Arbeit der Staatsanwaltschaft kennenlernen, bevor wir selbst vorne stehen dürfen.

Unsere Ausbildungsleiterin ist über die fachliche Arbeit hinaus uns immer eine Ansprechpartnerin. Ob es individuelle Zuweisungswünsche zu den Amtsgerichten im Gerichtsbezirk oder Klausurtipps sind, wir fühlen uns hierbei unterstützt. Durch unsere Gruppengröße hat sich schnell eine freundschaftliche Gemeinschaft entwickelt, in der wir uns beistehen um diesen neuen Lebensabschnitt gemeinsam zu meistern. Dazu haben auch Veranstaltungen wie eine gemeinsame Stadtführung durch das für viele neue Ellwangen beigetragen, sowie die Begrüßung durch den Ellwanger Bürgermeister.

Wir freuen uns jetzt schon, die neuen Referendare und Referendarinnen kennenzulernen und sind gerne bereit, die anfangs unendlichen Fragen zu beantworten!

Ein etwas anderer Referendariatsbeginn…

Trotz schwierigen Startbedingungen unseres Referendariats, gelang uns die Einführung in unser Rechtsreferendariat sehr gut.

Frau Grimm – Hanke machte das Unmögliche möglich innerhalb kürzester Zeit Online Unterricht zu halten, der dem Präsenzunterricht in nichts nachstand. Unsere historisch kleine Gruppengröße ermöglichte uns den zeitnahen Übergang zum Präsenzunterricht.

Trotz der widrigen Bedingungen wurde es uns organisatorisch ermöglicht, an allen Veranstaltungen teilzunehmen, die auch den vorhergehenden Referendaren ermöglicht wurde. Im Juni wurden wir auch gemeinsam mit unserer Ausbildungsleiterin vom Oberbürgermeister im Palais Adelmann – unter Wahrung des notwendigen Abstands – herzlich empfangen.

Während der gesamten bisherigen Ausbildungsdauer hat man in Ellwangen den Eindruck, dass sich aktiv um die Referendare und deren Lernerfolg gekümmert wird und intensiv auf deren Wünsche und Anregungen eingegangen wird. Beispielhaft sei hier die gute Ausstattung der Bibliothek erwähnt, deren Bestand stets an die Wünsche der Referendare angepasst wird und insbesondere auch das Referendarhaus, zu welchem wir jederzeit Zugang haben, um ungestört lernen zu können und Lerngruppen zu bilden.

Auch die älteren Referendare haben immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge.

Zwar war die AG – Fahrt für August vorgesehen, diese konnte jedoch wegen Corona nicht stattfinden. Es wurde uns jedoch offengehalten, diese nachzuholen.

Der grundsätzlich positive Eindruck der Ausbildung in Ellwangen setzt sich auch in der Strafstation fort. Insbesondere durften wir bereits an unserem zweiten Tag an einem ganzen Verhandlungstag teilnehmen und einer Haftvorführung beiwohnen, für welche coronataugliche Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden.

Das persönliche Verhältnis, die Berücksichtigung von Ortswünschen und die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen stechen nach dem anonymen Studentenleben deutlich positiv hervor und liefern nochmals einen Motivationsschub für den letzten Abschnitt der juristischen Ausbildung.

Wir freuen uns bereits jetzt die neuen Referendare bei einem netten gemeinsamen Treffen kennenzulernen.

Bericht über den Start unseres Referendariats

Am 1. Oktober 2019 war es soweit: Das Referendariat in Ellwangen begann.

Am Landgericht Ellwangen trafen sich zum ersten Mal die neun Referendarfrischlinge. Wir hatten gleich guten Kontakt und verstanden uns gut. Die Ausbildungsleiterin, Vorsitzende Richterin am Landgericht, Frau Grimm-Hanke, begrüßte uns und hieß uns herzlich willkommen. Zunächst wurden viele organisatorische Dinge besprochen. Dabei ging es unter anderem um die Zulassungsbescheinigung zum Referendariat, dem Zugang zu „juris“ und um den Arbeitsvertrag. Die Autofahrer waren erfreut, als sie erfuhren, dass sie von den Justizbehörden Ellwangen einen Parkberechtigungsausweis erhalten.

Der Ausbildungsstandort Ellwangen hatte noch eine weitere Überraschung zu bieten: Den Referendaren steht ein eigenes Referendarhaus zur Verfügung. Das Haus hat eine gut ausgestattete Bibliothek. Außerdem sind eine Küche und Tischtennisplatte vorhanden.

Für die Nutzung dieser großzügigen Einrichtung sind die Referendare selbst verantwortlich. Im Referendarhaus fand auch der vierwöchige Einführungslehrgang im Zivilrecht statt. Der Lehrgang erfolgte an vier Tagen in der Woche von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Im Einführungslehrgang erläuterte Richterin Frau Grimm-Hanke mit viel Engagement unter anderem die Besonderheiten im Verfahrensgang und den Aufbau zivilrechtlicher Urteile. Bei der Gruppenarbeit konnten wir uns beim Lösen der Fälle auch näher kennenlernen. Am Nachmittag hatten wir genügend Zeit, die neuen Themen nachzuarbeiten.

Während des Einführungslehrgangs fanden noch weitere abwechslungsreiche Veranstaltungen statt. So wurden wir vom Pressesprecher der Stadt Ellwangen im Palais Adelmann herzlich begrüßt und danach folgte eine Stadtführung durch Ellwangen. Bei einem weiteren Ausflug ging es nach Stimpfach zur Schokoladenfabrik Hosta. Da auch einige Richter dabei waren, konnten wir dort bereits ersten Kontakt zu unseren zugewiesenen Richtern in der Zivilstation knüpfen.

Ein weiteres Highlight war die Begrüßung im Referendarhaus durch die „alten“ Referendare, die bereits im April begonnen hatten. Bei Pizza und Spielen konnten wir uns austauschen und viele hilfreiche Informationen erfahren.

Der Präsident am Landgericht Ellwangen, Herr Unkel, ließ es sich zur Überraschung von uns allen nicht nehmen, jeden einzelnen Referendar persönlich zu begrüßen. Er wünschte uns einen guten Start, ein schönes und vor allem erfolgreiches Referendariat.

Als neu aufgenommene Referendare fühlen wir uns beim Landgericht in Ellwangen gut aufgehoben und die Wahl, das Referendariat in Ellwangen zu absolvieren, war für uns die richtige Entscheidung.

Ein gelungener Start ins Referendariat

Jetzt ist es schon über einen Monat her, dass meine AG und ich unser Referendariat in Ellwangen begonnen haben. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und war geprägt von vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen.

Am ersten Tag war alles ganz neu – die Menschen, die Aufgaben und für viele auch die Stadt Ellwangen. Es gab eine Führung durch das Landgericht Ellwangen und eine Einführung ins Referendariat durch unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm-Hanke. Auch kam das Kennenlernen mit den anderen Referendaren nicht zu kurz. Zusätzlich zu den ersten privaten Gesprächen machten wir ein kleines Kennenlernspiel in lockerer und guter Atmosphäre.

Die darauffolgenden Wochen hatten wir fast jeden Tag vormittags Unterricht im Rahmen des Einführungslehrgangs. Das war gut, weil wir Referendare uns fast jeden Tag gesehen haben und uns schnell kennenlernten. Während des Unterrichts wurden wir auf die Praxis sowie den kommenden AG-Unterricht vorbereitet und simulierten sogar eine Gerichtsverhandlung.

Darüber hinaus gab es für uns einige Sonderveranstaltungen. So wurden wir durch den Landgerichtspräsidenten Herr Unkel freundlich begrüßt, welcher in kürzester Zeit bereits alle neuen Referendare mit Namen kannte. Dann empfing uns die AG, welche im Termin vor uns angefangen hatte, netterweise mit kleinen Häppchen und Getränken. Auch durften wir bei einer Informationsveranstaltung für die Justiz dabei sein und nach der Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs.

Ein schönes Event war auch das gemeinsame Kegeln mit allen neuen Referendaren und einigen Richtern. Zuletzt gab es noch einen Empfang durch die Stadt Ellwangen im Palais Adelmann und anschließend eine Stadtführung, die sehr lustig und nett gemacht war. Am kommenden Dienstag bekommen wir nun noch eine Führung durch die LEA in Ellwangen.

Insgesamt kann man sagen, dass wir von allen Seiten sehr nett empfangen wurden und man sich sehr viel Mühe machte uns einen schönen Start hier in Ellwangen zu bereiten. Vielen Dank dafür!

Mal wieder ein paar Neue…

Der erste Schritt auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen sind noch vor Beginn der ersten Station die Einführungslehrgänge. Aber was sind das eigentlich, Einführungslehrgänge?

 

„Die Einführungslehrgänge bereiten auf die anschließende Praxisausbildung vor. Sie vermitteln schwerpunktmäßig die verfahrensrechtlichen und – soweit notwendig – ergänzend die materiell-rechtlichen Kenntnisse, die für eine intensive und zunehmend selbständige Mitarbeit im Dezernat des Stationsausbilders erforderlich sind.“

 

Soweit die Theorie. Tatsächlich ist der Einführungslehrgang Zivilrecht jedoch so viel mehr als das. Diese ersten vier Wochen sind die Zeit in denen man die Menschen kennen lernt, mit denen man diesen Weg die nächsten zwei Jahre gemeinsam gehen wird. Die Zeit in denen man ein Stück weit ein Team werden kann. Denn ein Team zu sein ist gerade bei der klassischen juristischen Ellenbogenmentalität, in der oftmals ein jeder dem anderen den Punkt mehr vom Butterbrot neidet, ein unsagbarer Vorteil. Wer lernt gemeinsam zu arbeiten und andere zu unterstützen, dem werden auch andere helfen. Wo der eine nicht weiter weiß hat der andere vielleicht einen hilfreichen Einfall.

 

Als wir am ersten Tag vor der Bibliothek des Landgerichts auf unsere Begrüßung warteten standen wir nun also da. Zehn grundverschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten in einem Kreis, alle nervös ob der Dinge die da auf uns zukommen würden, alle unsicher wie wir die Herausforderung Referendariat am besten angehen sollten.

 

Zwei Wochen später fanden wir uns in einer ganz ähnlichen Situation wieder. Wieder standen wir alle in einem Kreis, schauten uns unschlüssig an und warteten auf eine Erklärung was wir nun tun sollten. Einzig der Ort hatte sich geändert, denn dieses Mal standen wir nicht gut angezogen vor einer Tür im Gericht sondern in Turnschuhen auf einer Kegelbahn.

Zunächst waren wir alle unsicher, vielleicht sogar ein wenig schüchtern, will sich doch schließlich keiner blamieren. Aber wir lernten von einander, wir lachten miteinander und die anfängliche Anspannung ließ langsam nach. Letzten Endes war vielleicht keiner von uns ein neuer Stern am Kegelhimmel, aber wir hatten viel Spaß.

 

Was einige Fehlwürfe und ein paar Volltreffer an diesem Nachmittag waren, das waren die juristisch lehrreichen Vormittage, Begrüßungen beim Präsident des Landgerichts und dem Oberbürgermeister, eine sehr unterhaltsame Stadtführung, gemeinsame Mittagessen, eine nachgespielte Verhandlung, eine Ausfahrt ins Gefängnis und eben der Frühjahrsausflug des Gerichts mit Wanderung und anschließendem Kegeln für unseren Start ins Referendariat. Wichtige Schritte, die uns viel beigebracht haben und die uns geholfen haben von der schüchternen Runde am ersten Tag zu einem Team zu werden.

 

 

 

Wir haben begonnen

Am 2.10.2017 hat die AG II ihren Vorbereitungsdienst angetreten. In der ersten Woche wurden wir herzlich von allen Seiten begrüßt. Nach einer kurzen Willkommensansprache des Landgerichtspräsidenten wurden wir bei Sekt und Keksen vom Bürgermeister der Stadt Ellwangen als neue „Botschafter“ der Stadt begrüßt. Danach bekamen wir eine unterhaltsame Stadtführung und haben so Ellwangen und all seine Schutzpatronen näher kennengelernt. Auch die AG über uns hat uns bei Federweißer und Zwiebelkuchen das Leben als Referendar in Ellwangen schmackhaft gemacht.

In den ersten Wochen wurden wir von unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm- Hanke in die, für uns neuen, Rechtsprobleme eingeführt. Hierzu gehörte auch eine Simulation einer Gerichtsverhandlung, sodass wir schon mal in die Zukunft schnuppern konnte.

Ein besonderes Highlight war auch die Herbstaktion des Landgerichts an der wir teilnehmen durften. Nach einem kurzen Spaziergang am See konnten wir beim Kegeln unsere Treffsicherheit beweisen.

Mittlerweile sind wir schon in der Zivilstation und erleben so richtig die Praxis bei unseren Ausbildern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für den herzlichen Empfang und freuen uns auf unsere weitere Zeit zusammen.

AG I auf AG-Fahrt in Wien

Am 14.08.2017 war es endlich soweit, unsere AG-Fahrt nach Wien stand an. Nach langen Planungen im Vorfeld entschlossen wir uns dazu, die Reise mit dem Flugzeug zurückzulegen. Wir starteten deshalb am 14.08.2017 nahezu vollzählig zum Stuttgarter Flughafen, wo es dann mit dem Flieger direkt nach Wien ging. Nach einer angenehmen Flugzeit von rund 1,5 h landeten wir schließlich wohlbehalten in Wien und nahmen unsere zwei Wohnungen in Beschlag, die wir im Vorfeld über das Internet gebucht hatten. Abends schlenderten wir noch durch Wien, um uns einen ersten Eindruck dieser imposanten Stadt zu verschaffen.

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Am darauffolgenden Tag unternahmen wir eine ausgiebige Stadttour durch Wien. Highlights waren hier insbesondere der Stephansdom sowie die Besteigung des „Steffl“ – Südturm, dessen sehr enger Auf- und Abstieg mit 343 Stufen den ein oder anderen „ins Schwitzen brachte“. Oben angekommen hatte man auf 135m jedoch eine fantastische Aussicht über die Dächer von Wien. Nach dieser „Besteigung“ war eine Erfrischung angesagt, sodass wir uns anschließend mit dem für Wien sehr bekannten Eis der Gebrüder Zanoni&Zanoni belohnten. Den Abend ließen wir dann bei Alt-Wiener Spezialitäten und herrlichen Köstlichkeiten aus dem böhmischen Raum im Schweizer Haus auf dem Prater ausklingen. Zudem bot sich noch die Gelegenheit, auf dem Kettenkarussel „Prater Turm“ ein überwältigendes Fahrgefühl zu genießen.

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Am nächsten Tag besuchten wir die UNO und erhielten dort eine ausführliche Führung durch diverse Ausstellungen, Konferenzsääle und die Gemeinschaftsbereiche der UNO. Im Mittelpunkt standen dabei die Tätigkeiten der in Wien ansässigen Organisationen in den Bereichen Drogen und Verbrechen, die friedliche Nutzung der Atomenergie und Weltraumtechnologie, die industrielle Entwicklung und die Betreuung von Flüchtlingen. Hierbei konnten wir in rechtlicher Hinsicht über die Charta der Vereinten Nationen erfahren, die als völkerrechtlicher Vertrag in erster Linie der Sicherung des Weltfriedens, der Einhaltung des Völkerrechts, dem Schutz der Menschenrechte und der Förderung der internationalen Zusammenarbeit dienen soll.

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Am vorletzten Tag unserer AG-Fahrt machten wir mit der Bahn eine Tagesreise nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Dort erkundeten wir die Altstadt und insbesondere die für Bratislava berühmte Burg „Pressburg“, von welcher man einen fantastischen Blick über die Stadt und die durchfließende Donau hatte.

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Am darauffolgenden Morgen stand dann auch schon wieder die Rückreise nach Ellwangen an.

Fazit: Wir hatten in Wien eine sehr schöne AG-Fahrt und eine super Gemeinschaft. Wir können jeder nachfolgenden AG nur ans Herz legen, auch eine solche Fahrt zu organisieren und durchzuführen.