Ein gelungener Start ins Referendariat

Jetzt ist es schon über einen Monat her, dass meine AG und ich unser Referendariat in Ellwangen begonnen haben. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und war geprägt von vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen.

Am ersten Tag war alles ganz neu – die Menschen, die Aufgaben und für viele auch die Stadt Ellwangen. Es gab eine Führung durch das Landgericht Ellwangen und eine Einführung ins Referendariat durch unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm-Hanke. Auch kam das Kennenlernen mit den anderen Referendaren nicht zu kurz. Zusätzlich zu den ersten privaten Gesprächen machten wir ein kleines Kennenlernspiel in lockerer und guter Atmosphäre.

Die darauffolgenden Wochen hatten wir fast jeden Tag vormittags Unterricht im Rahmen des Einführungslehrgangs. Das war gut, weil wir Referendare uns fast jeden Tag gesehen haben und uns schnell kennenlernten. Während des Unterrichts wurden wir auf die Praxis sowie den kommenden AG-Unterricht vorbereitet und simulierten sogar eine Gerichtsverhandlung.

Darüber hinaus gab es für uns einige Sonderveranstaltungen. So wurden wir durch den Landgerichtspräsidenten Herr Unkel freundlich begrüßt, welcher in kürzester Zeit bereits alle neuen Referendare mit Namen kannte. Dann empfing uns die AG, welche im Termin vor uns angefangen hatte, netterweise mit kleinen Häppchen und Getränken. Auch durften wir bei einer Informationsveranstaltung für die Justiz dabei sein und nach der Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs.

Ein schönes Event war auch das gemeinsame Kegeln mit allen neuen Referendaren und einigen Richtern. Zuletzt gab es noch einen Empfang durch die Stadt Ellwangen im Palais Adelmann und anschließend eine Stadtführung, die sehr lustig und nett gemacht war. Am kommenden Dienstag bekommen wir nun noch eine Führung durch die LEA in Ellwangen.

Insgesamt kann man sagen, dass wir von allen Seiten sehr nett empfangen wurden und man sich sehr viel Mühe machte uns einen schönen Start hier in Ellwangen zu bereiten. Vielen Dank dafür!

Mal wieder ein paar Neue…

Der erste Schritt auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen sind noch vor Beginn der ersten Station die Einführungslehrgänge. Aber was sind das eigentlich, Einführungslehrgänge?

 

„Die Einführungslehrgänge bereiten auf die anschließende Praxisausbildung vor. Sie vermitteln schwerpunktmäßig die verfahrensrechtlichen und – soweit notwendig – ergänzend die materiell-rechtlichen Kenntnisse, die für eine intensive und zunehmend selbständige Mitarbeit im Dezernat des Stationsausbilders erforderlich sind.“

 

Soweit die Theorie. Tatsächlich ist der Einführungslehrgang Zivilrecht jedoch so viel mehr als das. Diese ersten vier Wochen sind die Zeit in denen man die Menschen kennen lernt, mit denen man diesen Weg die nächsten zwei Jahre gemeinsam gehen wird. Die Zeit in denen man ein Stück weit ein Team werden kann. Denn ein Team zu sein ist gerade bei der klassischen juristischen Ellenbogenmentalität, in der oftmals ein jeder dem anderen den Punkt mehr vom Butterbrot neidet, ein unsagbarer Vorteil. Wer lernt gemeinsam zu arbeiten und andere zu unterstützen, dem werden auch andere helfen. Wo der eine nicht weiter weiß hat der andere vielleicht einen hilfreichen Einfall.

 

Als wir am ersten Tag vor der Bibliothek des Landgerichts auf unsere Begrüßung warteten standen wir nun also da. Zehn grundverschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten in einem Kreis, alle nervös ob der Dinge die da auf uns zukommen würden, alle unsicher wie wir die Herausforderung Referendariat am besten angehen sollten.

 

Zwei Wochen später fanden wir uns in einer ganz ähnlichen Situation wieder. Wieder standen wir alle in einem Kreis, schauten uns unschlüssig an und warteten auf eine Erklärung was wir nun tun sollten. Einzig der Ort hatte sich geändert, denn dieses Mal standen wir nicht gut angezogen vor einer Tür im Gericht sondern in Turnschuhen auf einer Kegelbahn.

Zunächst waren wir alle unsicher, vielleicht sogar ein wenig schüchtern, will sich doch schließlich keiner blamieren. Aber wir lernten von einander, wir lachten miteinander und die anfängliche Anspannung ließ langsam nach. Letzten Endes war vielleicht keiner von uns ein neuer Stern am Kegelhimmel, aber wir hatten viel Spaß.

 

Was einige Fehlwürfe und ein paar Volltreffer an diesem Nachmittag waren, das waren die juristisch lehrreichen Vormittage, Begrüßungen beim Präsident des Landgerichts und dem Oberbürgermeister, eine sehr unterhaltsame Stadtführung, gemeinsame Mittagessen, eine nachgespielte Verhandlung, eine Ausfahrt ins Gefängnis und eben der Frühjahrsausflug des Gerichts mit Wanderung und anschließendem Kegeln für unseren Start ins Referendariat. Wichtige Schritte, die uns viel beigebracht haben und die uns geholfen haben von der schüchternen Runde am ersten Tag zu einem Team zu werden.

 

 

 

Wir haben begonnen

Am 2.10.2017 hat die AG II ihren Vorbereitungsdienst angetreten. In der ersten Woche wurden wir herzlich von allen Seiten begrüßt. Nach einer kurzen Willkommensansprache des Landgerichtspräsidenten wurden wir bei Sekt und Keksen vom Bürgermeister der Stadt Ellwangen als neue „Botschafter“ der Stadt begrüßt. Danach bekamen wir eine unterhaltsame Stadtführung und haben so Ellwangen und all seine Schutzpatronen näher kennengelernt. Auch die AG über uns hat uns bei Federweißer und Zwiebelkuchen das Leben als Referendar in Ellwangen schmackhaft gemacht.

In den ersten Wochen wurden wir von unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm- Hanke in die, für uns neuen, Rechtsprobleme eingeführt. Hierzu gehörte auch eine Simulation einer Gerichtsverhandlung, sodass wir schon mal in die Zukunft schnuppern konnte.

Ein besonderes Highlight war auch die Herbstaktion des Landgerichts an der wir teilnehmen durften. Nach einem kurzen Spaziergang am See konnten wir beim Kegeln unsere Treffsicherheit beweisen.

Mittlerweile sind wir schon in der Zivilstation und erleben so richtig die Praxis bei unseren Ausbildern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für den herzlichen Empfang und freuen uns auf unsere weitere Zeit zusammen.

AG I auf AG-Fahrt in Wien

Am 14.08.2017 war es endlich soweit, unsere AG-Fahrt nach Wien stand an. Nach langen Planungen im Vorfeld entschlossen wir uns dazu, die Reise mit dem Flugzeug zurückzulegen. Wir starteten deshalb am 14.08.2017 nahezu vollzählig zum Stuttgarter Flughafen, wo es dann mit dem Flieger direkt nach Wien ging. Nach einer angenehmen Flugzeit von rund 1,5 h landeten wir schließlich wohlbehalten in Wien und nahmen unsere zwei Wohnungen in Beschlag, die wir im Vorfeld über das Internet gebucht hatten. Abends schlenderten wir noch durch Wien, um uns einen ersten Eindruck dieser imposanten Stadt zu verschaffen.

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Am darauffolgenden Tag unternahmen wir eine ausgiebige Stadttour durch Wien. Highlights waren hier insbesondere der Stephansdom sowie die Besteigung des „Steffl“ – Südturm, dessen sehr enger Auf- und Abstieg mit 343 Stufen den ein oder anderen „ins Schwitzen brachte“. Oben angekommen hatte man auf 135m jedoch eine fantastische Aussicht über die Dächer von Wien. Nach dieser „Besteigung“ war eine Erfrischung angesagt, sodass wir uns anschließend mit dem für Wien sehr bekannten Eis der Gebrüder Zanoni&Zanoni belohnten. Den Abend ließen wir dann bei Alt-Wiener Spezialitäten und herrlichen Köstlichkeiten aus dem böhmischen Raum im Schweizer Haus auf dem Prater ausklingen. Zudem bot sich noch die Gelegenheit, auf dem Kettenkarussel „Prater Turm“ ein überwältigendes Fahrgefühl zu genießen.

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Am nächsten Tag besuchten wir die UNO und erhielten dort eine ausführliche Führung durch diverse Ausstellungen, Konferenzsääle und die Gemeinschaftsbereiche der UNO. Im Mittelpunkt standen dabei die Tätigkeiten der in Wien ansässigen Organisationen in den Bereichen Drogen und Verbrechen, die friedliche Nutzung der Atomenergie und Weltraumtechnologie, die industrielle Entwicklung und die Betreuung von Flüchtlingen. Hierbei konnten wir in rechtlicher Hinsicht über die Charta der Vereinten Nationen erfahren, die als völkerrechtlicher Vertrag in erster Linie der Sicherung des Weltfriedens, der Einhaltung des Völkerrechts, dem Schutz der Menschenrechte und der Förderung der internationalen Zusammenarbeit dienen soll.

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Am vorletzten Tag unserer AG-Fahrt machten wir mit der Bahn eine Tagesreise nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Dort erkundeten wir die Altstadt und insbesondere die für Bratislava berühmte Burg „Pressburg“, von welcher man einen fantastischen Blick über die Stadt und die durchfließende Donau hatte.

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Am darauffolgenden Morgen stand dann auch schon wieder die Rückreise nach Ellwangen an.

Fazit: Wir hatten in Wien eine sehr schöne AG-Fahrt und eine super Gemeinschaft. Wir können jeder nachfolgenden AG nur ans Herz legen, auch eine solche Fahrt zu organisieren und durchzuführen.

AG I bei der Ellwanger Rotochsenbrauerei

An einem Nachmittag lernten wir Ellwangen und insbesondere einen der lokalen Handwerksbetriebe näher kennen: Wir besuchten den Felsenkeller der Rotochsenbrauerei in der Alten Steige. In dem 10 Grad kühlen und mit Fackeln erleuchteten Sandsteinkeller konnten wir uns einen Eindruck davon machen, wie früher Bier in großen Fässern gelagert und mit Natureis gekühlt worden war. Bei der Führung durch die Felsenkeller erfuhren wir auch näheres zu den wichtigsten deutschen Vorschriften für das Brauereiwesen. Neben dem deutschen Reinheitsgebot gehört dazu auch der Tarifvertrag für das Brauereigewerbe, nach dem jeder Brauereimitarbeiter Anspruch auf 99 Liter Bier pro Monat, dem sogenannten Haustrunk, hat. Nach einem kleinen Spaziergang zurück in die Innenstadt wurden uns in dem Brauereigasthof Roter Ochsen der Brauprozess erklärt. Wir lernten den Unterschied zwischen ober- und untergärigen Bieren und die Auswirkungen der Hopfen- und Malzmenge kennen. Dabei unterzogen wir Helles, Pils und Weizen des traditionellen Ellwanger Familienunternehmens einer kritischen Prüfung.

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Bericht über den Start unseres Referendariats

Am 1. Oktober 2019 war es soweit: Das Referendariat in Ellwangen begann.

Am Landgericht Ellwangen trafen sich zum ersten Mal die neun Referendarfrischlinge. Wir hatten gleich guten Kontakt und verstanden uns gut. Die Ausbildungsleiterin, Vorsitzende Richterin am Landgericht, Frau Grimm-Hanke, begrüßte uns und hieß uns herzlich willkommen. Zunächst wurden viele organisatorische Dinge besprochen. Dabei ging es unter anderem um die Zulassungsbescheinigung zum Referendariat, dem Zugang zu „juris“ und um den Arbeitsvertrag. Die Autofahrer waren erfreut, als sie erfuhren, dass sie von den Justizbehörden Ellwangen einen Parkberechtigungsausweis erhalten.

Der Ausbildungsstandort Ellwangen hatte noch eine weitere Überraschung zu bieten: Den Referendaren steht ein eigenes Referendarhaus zur Verfügung. Das Haus hat eine gut ausgestattete Bibliothek. Außerdem sind eine Küche und Tischtennisplatte vorhanden.

Für die Nutzung dieser großzügigen Einrichtung sind die Referendare selbst verantwortlich. Im Referendarhaus fand auch der vierwöchige Einführungslehrgang im Zivilrecht statt. Der Lehrgang erfolgte an vier Tagen in der Woche von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Im Einführungslehrgang erläuterte Richterin Frau Grimm-Hanke mit viel Engagement unter anderem die Besonderheiten im Verfahrensgang und den Aufbau zivilrechtlicher Urteile. Bei der Gruppenarbeit konnten wir uns beim Lösen der Fälle auch näher kennenlernen. Am Nachmittag hatten wir genügend Zeit, die neuen Themen nachzuarbeiten.

Während des Einführungslehrgangs fanden noch weitere abwechslungsreiche Veranstaltungen statt. So wurden wir vom Pressesprecher der Stadt Ellwangen im Palais Adelmann herzlich begrüßt und danach folgte eine Stadtführung durch Ellwangen. Bei einem weiteren Ausflug ging es nach Stimpfach zur Schokoladenfabrik Hosta. Da auch einige Richter dabei waren, konnten wir dort bereits ersten Kontakt zu unseren zugewiesenen Richtern in der Zivilstation knüpfen.

Ein weiteres Highlight war die Begrüßung im Referendarhaus durch die „alten“ Referendare, die bereits im April begonnen hatten. Bei Pizza und Spielen konnten wir uns austauschen und viele hilfreiche Informationen erfahren.

Der Präsident am Landgericht Ellwangen, Herr Unkel, ließ es sich zur Überraschung von uns allen nicht nehmen, jeden einzelnen Referendar persönlich zu begrüßen. Er wünschte uns einen guten Start, ein schönes und vor allem erfolgreiches Referendariat.

Als neu aufgenommene Referendare fühlen wir uns beim Landgericht in Ellwangen gut aufgehoben und die Wahl, das Referendariat in Ellwangen zu absolvieren, war für uns die richtige Entscheidung.

AG IV zu Besuch beim Polizeipräsidium Aalen

Während der Strafstation bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen waren die Referendare der AG IV bei insgesamt drei Veranstaltungen Gast beim Polizeipräsidium Aalen.

Alle Veranstaltungen dienten dem Zweck, einen Informationsaustausch zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei herzustellen. Dabei stand das Thema „Gewalt gegen Polizei-beamte“ im Vordergrund.

Beim Informationstag am 30. März 2017 im Lehrsaal des Polizeipräsidiums wurde uns von insgesamt zehn Referenten die Organisation der Polizei im Allgemeinen, speziell das Polizeipräsidium in Aalen sowie deren einzelne Tätigkeitsbereiche vorgestellt.

Während dieser Informationsveranstaltung wurde uns nahe gelegt, doch mal am Wochenende eine Polizeistreife zu begleiten. Dieses Angebot nahmen die meisten Referendare ohne zu zögern an. Nach Ausfertigung einer Datenschutzerklärung und einem Haftungsverzicht starteten die Hospitationen jeweils um 20.00 Uhr und dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Zwar sind einige dieser Einsätze – glücklicherweise – eher ruhig verlaufen, dennoch konnten alle Referendare einen guten Eindruck von der Arbeitsweise der Polizeibediensteten auf Streife gewinnen.

Das Highlight unseres Austausches mit der Polizei war aber das Einsatztraining am 23. Mai 2017. Die drei Einsatztrainer des Polizeipräsidiums Aalen zeigten uns in ihren Einsatzräumen zunächst, wie die Fixierung von Personen am Boden funktioniert und wie man Gefahrenquellen zügig erkennen kann. Wir haben außerdem in mehreren Rollentrainings das Thema häusliche Gewalt sowie die Abwehr von Messerangriffen gemeinsam durchgespielt. In der Raumschießanlage bekamen wir eine Reaktionsschulung. Unsere Reaktion haben wir mit Laserpistolen in verschiedenen Übungsszenarien selbst getestet. Zum Abschluss durfte jeder Referendar mit einer P2000 fünf Echtschüsse abgeben. Die Schießscheiben haben wir als Erinnerung an diese besondere Erfahrung mit nach Hause bekommen.

Abschließend muss gesagt werden, dass sich das Polizeipräsidium Aalen für die einzelnen Veranstaltungen sehr viel Mühe gegeben hat und mit nicht unerheblichem Personaleinsatz ein äußerst lehrreiches Programm an den Tag gelegt hat. Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrungen und können die Teilnahme an die nachfolgenden AGs nur weiterempfehlen!