Mal wieder ein paar Neue…

Der erste Schritt auf dem Weg zum zweiten Staatsexamen sind noch vor Beginn der ersten Station die Einführungslehrgänge. Aber was sind das eigentlich, Einführungslehrgänge?

 

„Die Einführungslehrgänge bereiten auf die anschließende Praxisausbildung vor. Sie vermitteln schwerpunktmäßig die verfahrensrechtlichen und – soweit notwendig – ergänzend die materiell-rechtlichen Kenntnisse, die für eine intensive und zunehmend selbständige Mitarbeit im Dezernat des Stationsausbilders erforderlich sind.“

 

Soweit die Theorie. Tatsächlich ist der Einführungslehrgang Zivilrecht jedoch so viel mehr als das. Diese ersten vier Wochen sind die Zeit in denen man die Menschen kennen lernt, mit denen man diesen Weg die nächsten zwei Jahre gemeinsam gehen wird. Die Zeit in denen man ein Stück weit ein Team werden kann. Denn ein Team zu sein ist gerade bei der klassischen juristischen Ellenbogenmentalität, in der oftmals ein jeder dem anderen den Punkt mehr vom Butterbrot neidet, ein unsagbarer Vorteil. Wer lernt gemeinsam zu arbeiten und andere zu unterstützen, dem werden auch andere helfen. Wo der eine nicht weiter weiß hat der andere vielleicht einen hilfreichen Einfall.

 

Als wir am ersten Tag vor der Bibliothek des Landgerichts auf unsere Begrüßung warteten standen wir nun also da. Zehn grundverschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten in einem Kreis, alle nervös ob der Dinge die da auf uns zukommen würden, alle unsicher wie wir die Herausforderung Referendariat am besten angehen sollten.

 

Zwei Wochen später fanden wir uns in einer ganz ähnlichen Situation wieder. Wieder standen wir alle in einem Kreis, schauten uns unschlüssig an und warteten auf eine Erklärung was wir nun tun sollten. Einzig der Ort hatte sich geändert, denn dieses Mal standen wir nicht gut angezogen vor einer Tür im Gericht sondern in Turnschuhen auf einer Kegelbahn.

Zunächst waren wir alle unsicher, vielleicht sogar ein wenig schüchtern, will sich doch schließlich keiner blamieren. Aber wir lernten von einander, wir lachten miteinander und die anfängliche Anspannung ließ langsam nach. Letzten Endes war vielleicht keiner von uns ein neuer Stern am Kegelhimmel, aber wir hatten viel Spaß.

 

Was einige Fehlwürfe und ein paar Volltreffer an diesem Nachmittag waren, das waren die juristisch lehrreichen Vormittage, Begrüßungen beim Präsident des Landgerichts und dem Oberbürgermeister, eine sehr unterhaltsame Stadtführung, gemeinsame Mittagessen, eine nachgespielte Verhandlung, eine Ausfahrt ins Gefängnis und eben der Frühjahrsausflug des Gerichts mit Wanderung und anschließendem Kegeln für unseren Start ins Referendariat. Wichtige Schritte, die uns viel beigebracht haben und die uns geholfen haben von der schüchternen Runde am ersten Tag zu einem Team zu werden.

 

 

 

Die ersten Schritte im Referendariat

Am 1. Oktober 2020 war es soweit: Wir, die AG III, haben unser Referendariat in Ellwangen begonnen.

Nach einer herzlichen Begrüßung von der Ausbildungsleiterin Frau Grimm-Hanke machten wir uns direkt an die Arbeit. Der Einführungslehrgang Zivilrecht dauerte etwa 4 Wochen, in denen wir uns vormittags im Referendarhaus trafen. Primär wurden wir natürlich in die ZPO eingeführt, haben unterschiedliche Urteilsarten kennengelernt und den gesamten Zivilprozess aufgearbeitet. Jedoch blieb uns immer auch genügend Zeit, uns gegenseitig kennenzulernen – während Gruppenarbeiten oder beim gemeinsamen Mittagessen.

Das Referendarhaus, das nicht nur mit einer gut ausgestatteten Bibliothek punkten kann, sondern auch mit einer eigenen Küche und einer Tischtennisplatte, ermöglichte uns in den ersten Wochen auch Präsenzunterricht. Die Räume sind groß genug um ein Hygienekonzept einzuhalten. Außerdem ist es werktags für uns Referendare frei zugänglich und bietet ausreichend Arbeitsplätze für das Selbststudium. Auch Parkplätze direkt vorm Haus sind für uns Referendare reserviert.

Leider wurden die Corona-Regeln bezüglich des Unterrichts geschärft und wir treffen uns für den AG-Unterricht nur noch online. Doch auch wenn anfangs vor allem die Dozenten von diesem Konzept abgeschreckt waren, können wir bisher nur Positives berichten. Der Online-Unterricht steht dem Präsenzunterricht fachlich um nichts nach. Gerade weil in Ellwangen im Vergleich zu anderen Standorten eher kleine Gruppen das Referendariat antreten, findet online genauso ein Diskurs statt wie im Präsenzunterricht. Sowieso durften wir uns von der Anonymität der Hörsäle verabschieden, was für uns alle eine willkommene Abwechslung ist. Dies bietet vor allem uns die Chance, im regen Austausch mit den Dozenten zu stehen und unsere Belange, Fragen und Anmerkungen finden jederzeit ein offenes Ohr.

Auch war es für uns trotz der Pandemie möglich, am Zivilgericht die Ausbildung zu genießen, den Verhandlungen beizuwohnen und diese auch selbst zu leiten. Jeder von uns wurde einem Richter/ einer Richterin zugewiesen, wir wurden persönlich betreut und durften regelmäßig Akten bearbeiten. Zwar finden wegen der Pandemie weniger Verhandlungen statt, jedoch haben unsere Ausbilder und Ausbilderinnen immer Wege gefunden, uns die Arbeit im Zivilgericht näher zu bringen.

Nun beginnt für uns bereits die Strafstation bei der Staatsanwaltschaft, wieder eingeleitet mit dem Einführungslehrgang und einem Plädierkurs. Da wir den Online-Unterricht schon so gewohnt sind, sehen wir uns dadurch in unserer Ausbildung nicht eingeschränkt. Außerdem dürfen wir bei unserer Dozentin Frau Koller an den Sitzungstagen im Gericht teilnehmen und werden so die praktische Arbeit der Staatsanwaltschaft kennenlernen, bevor wir selbst vorne stehen dürfen.

Unsere Ausbildungsleiterin ist über die fachliche Arbeit hinaus uns immer eine Ansprechpartnerin. Ob es individuelle Zuweisungswünsche zu den Amtsgerichten im Gerichtsbezirk oder Klausurtipps sind, wir fühlen uns hierbei unterstützt. Durch unsere Gruppengröße hat sich schnell eine freundschaftliche Gemeinschaft entwickelt, in der wir uns beistehen um diesen neuen Lebensabschnitt gemeinsam zu meistern. Dazu haben auch Veranstaltungen wie eine gemeinsame Stadtführung durch das für viele neue Ellwangen beigetragen, sowie die Begrüßung durch den Ellwanger Bürgermeister.

Wir freuen uns jetzt schon, die neuen Referendare und Referendarinnen kennenzulernen und sind gerne bereit, die anfangs unendlichen Fragen zu beantworten!

Ein etwas anderer Referendariatsbeginn…

Trotz schwierigen Startbedingungen unseres Referendariats, gelang uns die Einführung in unser Rechtsreferendariat sehr gut.

Frau Grimm – Hanke machte das Unmögliche möglich innerhalb kürzester Zeit Online Unterricht zu halten, der dem Präsenzunterricht in nichts nachstand. Unsere historisch kleine Gruppengröße ermöglichte uns den zeitnahen Übergang zum Präsenzunterricht.

Trotz der widrigen Bedingungen wurde es uns organisatorisch ermöglicht, an allen Veranstaltungen teilzunehmen, die auch den vorhergehenden Referendaren ermöglicht wurde. Im Juni wurden wir auch gemeinsam mit unserer Ausbildungsleiterin vom Oberbürgermeister im Palais Adelmann – unter Wahrung des notwendigen Abstands – herzlich empfangen.

Während der gesamten bisherigen Ausbildungsdauer hat man in Ellwangen den Eindruck, dass sich aktiv um die Referendare und deren Lernerfolg gekümmert wird und intensiv auf deren Wünsche und Anregungen eingegangen wird. Beispielhaft sei hier die gute Ausstattung der Bibliothek erwähnt, deren Bestand stets an die Wünsche der Referendare angepasst wird und insbesondere auch das Referendarhaus, zu welchem wir jederzeit Zugang haben, um ungestört lernen zu können und Lerngruppen zu bilden.

Auch die älteren Referendare haben immer ein offenes Ohr und gute Ratschläge.

Zwar war die AG – Fahrt für August vorgesehen, diese konnte jedoch wegen Corona nicht stattfinden. Es wurde uns jedoch offengehalten, diese nachzuholen.

Der grundsätzlich positive Eindruck der Ausbildung in Ellwangen setzt sich auch in der Strafstation fort. Insbesondere durften wir bereits an unserem zweiten Tag an einem ganzen Verhandlungstag teilnehmen und einer Haftvorführung beiwohnen, für welche coronataugliche Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt wurden.

Das persönliche Verhältnis, die Berücksichtigung von Ortswünschen und die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen stechen nach dem anonymen Studentenleben deutlich positiv hervor und liefern nochmals einen Motivationsschub für den letzten Abschnitt der juristischen Ausbildung.

Wir freuen uns bereits jetzt die neuen Referendare bei einem netten gemeinsamen Treffen kennenzulernen.

Bericht über den Start unseres Referendariats

Am 1. Oktober 2019 war es soweit: Das Referendariat in Ellwangen begann.

Am Landgericht Ellwangen trafen sich zum ersten Mal die neun Referendarfrischlinge. Wir hatten gleich guten Kontakt und verstanden uns gut. Die Ausbildungsleiterin, Vorsitzende Richterin am Landgericht, Frau Grimm-Hanke, begrüßte uns und hieß uns herzlich willkommen. Zunächst wurden viele organisatorische Dinge besprochen. Dabei ging es unter anderem um die Zulassungsbescheinigung zum Referendariat, dem Zugang zu „juris“ und um den Arbeitsvertrag. Die Autofahrer waren erfreut, als sie erfuhren, dass sie von den Justizbehörden Ellwangen einen Parkberechtigungsausweis erhalten.

Der Ausbildungsstandort Ellwangen hatte noch eine weitere Überraschung zu bieten: Den Referendaren steht ein eigenes Referendarhaus zur Verfügung. Das Haus hat eine gut ausgestattete Bibliothek. Außerdem sind eine Küche und Tischtennisplatte vorhanden.

Für die Nutzung dieser großzügigen Einrichtung sind die Referendare selbst verantwortlich. Im Referendarhaus fand auch der vierwöchige Einführungslehrgang im Zivilrecht statt. Der Lehrgang erfolgte an vier Tagen in der Woche von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Im Einführungslehrgang erläuterte Richterin Frau Grimm-Hanke mit viel Engagement unter anderem die Besonderheiten im Verfahrensgang und den Aufbau zivilrechtlicher Urteile. Bei der Gruppenarbeit konnten wir uns beim Lösen der Fälle auch näher kennenlernen. Am Nachmittag hatten wir genügend Zeit, die neuen Themen nachzuarbeiten.

Während des Einführungslehrgangs fanden noch weitere abwechslungsreiche Veranstaltungen statt. So wurden wir vom Pressesprecher der Stadt Ellwangen im Palais Adelmann herzlich begrüßt und danach folgte eine Stadtführung durch Ellwangen. Bei einem weiteren Ausflug ging es nach Stimpfach zur Schokoladenfabrik Hosta. Da auch einige Richter dabei waren, konnten wir dort bereits ersten Kontakt zu unseren zugewiesenen Richtern in der Zivilstation knüpfen.

Ein weiteres Highlight war die Begrüßung im Referendarhaus durch die „alten“ Referendare, die bereits im April begonnen hatten. Bei Pizza und Spielen konnten wir uns austauschen und viele hilfreiche Informationen erfahren.

Der Präsident am Landgericht Ellwangen, Herr Unkel, ließ es sich zur Überraschung von uns allen nicht nehmen, jeden einzelnen Referendar persönlich zu begrüßen. Er wünschte uns einen guten Start, ein schönes und vor allem erfolgreiches Referendariat.

Als neu aufgenommene Referendare fühlen wir uns beim Landgericht in Ellwangen gut aufgehoben und die Wahl, das Referendariat in Ellwangen zu absolvieren, war für uns die richtige Entscheidung.

Ein gelungener Start ins Referendariat

Jetzt ist es schon über einen Monat her, dass meine AG und ich unser Referendariat in Ellwangen begonnen haben. Die Zeit ist wie im Flug vergangen und war geprägt von vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen.

Am ersten Tag war alles ganz neu – die Menschen, die Aufgaben und für viele auch die Stadt Ellwangen. Es gab eine Führung durch das Landgericht Ellwangen und eine Einführung ins Referendariat durch unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm-Hanke. Auch kam das Kennenlernen mit den anderen Referendaren nicht zu kurz. Zusätzlich zu den ersten privaten Gesprächen machten wir ein kleines Kennenlernspiel in lockerer und guter Atmosphäre.

Die darauffolgenden Wochen hatten wir fast jeden Tag vormittags Unterricht im Rahmen des Einführungslehrgangs. Das war gut, weil wir Referendare uns fast jeden Tag gesehen haben und uns schnell kennenlernten. Während des Unterrichts wurden wir auf die Praxis sowie den kommenden AG-Unterricht vorbereitet und simulierten sogar eine Gerichtsverhandlung.

Darüber hinaus gab es für uns einige Sonderveranstaltungen. So wurden wir durch den Landgerichtspräsidenten Herr Unkel freundlich begrüßt, welcher in kürzester Zeit bereits alle neuen Referendare mit Namen kannte. Dann empfing uns die AG, welche im Termin vor uns angefangen hatte, netterweise mit kleinen Häppchen und Getränken. Auch durften wir bei einer Informationsveranstaltung für die Justiz dabei sein und nach der Veranstaltung hatten wir die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs.

Ein schönes Event war auch das gemeinsame Kegeln mit allen neuen Referendaren und einigen Richtern. Zuletzt gab es noch einen Empfang durch die Stadt Ellwangen im Palais Adelmann und anschließend eine Stadtführung, die sehr lustig und nett gemacht war. Am kommenden Dienstag bekommen wir nun noch eine Führung durch die LEA in Ellwangen.

Insgesamt kann man sagen, dass wir von allen Seiten sehr nett empfangen wurden und man sich sehr viel Mühe machte uns einen schönen Start hier in Ellwangen zu bereiten. Vielen Dank dafür!

Wir haben begonnen

Am 2.10.2017 hat die AG II ihren Vorbereitungsdienst angetreten. In der ersten Woche wurden wir herzlich von allen Seiten begrüßt. Nach einer kurzen Willkommensansprache des Landgerichtspräsidenten wurden wir bei Sekt und Keksen vom Bürgermeister der Stadt Ellwangen als neue „Botschafter“ der Stadt begrüßt. Danach bekamen wir eine unterhaltsame Stadtführung und haben so Ellwangen und all seine Schutzpatronen näher kennengelernt. Auch die AG über uns hat uns bei Federweißer und Zwiebelkuchen das Leben als Referendar in Ellwangen schmackhaft gemacht.

In den ersten Wochen wurden wir von unsere Ausbildungsleiterin Frau Grimm- Hanke in die, für uns neuen, Rechtsprobleme eingeführt. Hierzu gehörte auch eine Simulation einer Gerichtsverhandlung, sodass wir schon mal in die Zukunft schnuppern konnte.

Ein besonderes Highlight war auch die Herbstaktion des Landgerichts an der wir teilnehmen durften. Nach einem kurzen Spaziergang am See konnten wir beim Kegeln unsere Treffsicherheit beweisen.

Mittlerweile sind wir schon in der Zivilstation und erleben so richtig die Praxis bei unseren Ausbildern.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für den herzlichen Empfang und freuen uns auf unsere weitere Zeit zusammen.

AG I auf AG-Fahrt in Wien

Am 14.08.2017 war es endlich soweit, unsere AG-Fahrt nach Wien stand an. Nach langen Planungen im Vorfeld entschlossen wir uns dazu, die Reise mit dem Flugzeug zurückzulegen. Wir starteten deshalb am 14.08.2017 nahezu vollzählig zum Stuttgarter Flughafen, wo es dann mit dem Flieger direkt nach Wien ging. Nach einer angenehmen Flugzeit von rund 1,5 h landeten wir schließlich wohlbehalten in Wien und nahmen unsere zwei Wohnungen in Beschlag, die wir im Vorfeld über das Internet gebucht hatten. Abends schlenderten wir noch durch Wien, um uns einen ersten Eindruck dieser imposanten Stadt zu verschaffen.

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Am darauffolgenden Tag unternahmen wir eine ausgiebige Stadttour durch Wien. Highlights waren hier insbesondere der Stephansdom sowie die Besteigung des „Steffl“ – Südturm, dessen sehr enger Auf- und Abstieg mit 343 Stufen den ein oder anderen „ins Schwitzen brachte“. Oben angekommen hatte man auf 135m jedoch eine fantastische Aussicht über die Dächer von Wien. Nach dieser „Besteigung“ war eine Erfrischung angesagt, sodass wir uns anschließend mit dem für Wien sehr bekannten Eis der Gebrüder Zanoni&Zanoni belohnten. Den Abend ließen wir dann bei Alt-Wiener Spezialitäten und herrlichen Köstlichkeiten aus dem böhmischen Raum im Schweizer Haus auf dem Prater ausklingen. Zudem bot sich noch die Gelegenheit, auf dem Kettenkarussel „Prater Turm“ ein überwältigendes Fahrgefühl zu genießen.

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Am nächsten Tag besuchten wir die UNO und erhielten dort eine ausführliche Führung durch diverse Ausstellungen, Konferenzsääle und die Gemeinschaftsbereiche der UNO. Im Mittelpunkt standen dabei die Tätigkeiten der in Wien ansässigen Organisationen in den Bereichen Drogen und Verbrechen, die friedliche Nutzung der Atomenergie und Weltraumtechnologie, die industrielle Entwicklung und die Betreuung von Flüchtlingen. Hierbei konnten wir in rechtlicher Hinsicht über die Charta der Vereinten Nationen erfahren, die als völkerrechtlicher Vertrag in erster Linie der Sicherung des Weltfriedens, der Einhaltung des Völkerrechts, dem Schutz der Menschenrechte und der Förderung der internationalen Zusammenarbeit dienen soll.

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Am vorletzten Tag unserer AG-Fahrt machten wir mit der Bahn eine Tagesreise nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei. Dort erkundeten wir die Altstadt und insbesondere die für Bratislava berühmte Burg „Pressburg“, von welcher man einen fantastischen Blick über die Stadt und die durchfließende Donau hatte.

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Am darauffolgenden Morgen stand dann auch schon wieder die Rückreise nach Ellwangen an.

Fazit: Wir hatten in Wien eine sehr schöne AG-Fahrt und eine super Gemeinschaft. Wir können jeder nachfolgenden AG nur ans Herz legen, auch eine solche Fahrt zu organisieren und durchzuführen.

AG I bei der Ellwanger Rotochsenbrauerei

An einem Nachmittag lernten wir Ellwangen und insbesondere einen der lokalen Handwerksbetriebe näher kennen: Wir besuchten den Felsenkeller der Rotochsenbrauerei in der Alten Steige. In dem 10 Grad kühlen und mit Fackeln erleuchteten Sandsteinkeller konnten wir uns einen Eindruck davon machen, wie früher Bier in großen Fässern gelagert und mit Natureis gekühlt worden war. Bei der Führung durch die Felsenkeller erfuhren wir auch näheres zu den wichtigsten deutschen Vorschriften für das Brauereiwesen. Neben dem deutschen Reinheitsgebot gehört dazu auch der Tarifvertrag für das Brauereigewerbe, nach dem jeder Brauereimitarbeiter Anspruch auf 99 Liter Bier pro Monat, dem sogenannten Haustrunk, hat. Nach einem kleinen Spaziergang zurück in die Innenstadt wurden uns in dem Brauereigasthof Roter Ochsen der Brauprozess erklärt. Wir lernten den Unterschied zwischen ober- und untergärigen Bieren und die Auswirkungen der Hopfen- und Malzmenge kennen. Dabei unterzogen wir Helles, Pils und Weizen des traditionellen Ellwanger Familienunternehmens einer kritischen Prüfung.

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AG IV zu Besuch beim Polizeipräsidium Aalen

Während der Strafstation bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen waren die Referendare der AG IV bei insgesamt drei Veranstaltungen Gast beim Polizeipräsidium Aalen.

Alle Veranstaltungen dienten dem Zweck, einen Informationsaustausch zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei herzustellen. Dabei stand das Thema „Gewalt gegen Polizei-beamte“ im Vordergrund.

Beim Informationstag am 30. März 2017 im Lehrsaal des Polizeipräsidiums wurde uns von insgesamt zehn Referenten die Organisation der Polizei im Allgemeinen, speziell das Polizeipräsidium in Aalen sowie deren einzelne Tätigkeitsbereiche vorgestellt.

Während dieser Informationsveranstaltung wurde uns nahe gelegt, doch mal am Wochenende eine Polizeistreife zu begleiten. Dieses Angebot nahmen die meisten Referendare ohne zu zögern an. Nach Ausfertigung einer Datenschutzerklärung und einem Haftungsverzicht starteten die Hospitationen jeweils um 20.00 Uhr und dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Zwar sind einige dieser Einsätze – glücklicherweise – eher ruhig verlaufen, dennoch konnten alle Referendare einen guten Eindruck von der Arbeitsweise der Polizeibediensteten auf Streife gewinnen.

Das Highlight unseres Austausches mit der Polizei war aber das Einsatztraining am 23. Mai 2017. Die drei Einsatztrainer des Polizeipräsidiums Aalen zeigten uns in ihren Einsatzräumen zunächst, wie die Fixierung von Personen am Boden funktioniert und wie man Gefahrenquellen zügig erkennen kann. Wir haben außerdem in mehreren Rollentrainings das Thema häusliche Gewalt sowie die Abwehr von Messerangriffen gemeinsam durchgespielt. In der Raumschießanlage bekamen wir eine Reaktionsschulung. Unsere Reaktion haben wir mit Laserpistolen in verschiedenen Übungsszenarien selbst getestet. Zum Abschluss durfte jeder Referendar mit einer P2000 fünf Echtschüsse abgeben. Die Schießscheiben haben wir als Erinnerung an diese besondere Erfahrung mit nach Hause bekommen.

Abschließend muss gesagt werden, dass sich das Polizeipräsidium Aalen für die einzelnen Veranstaltungen sehr viel Mühe gegeben hat und mit nicht unerheblichem Personaleinsatz ein äußerst lehrreiches Programm an den Tag gelegt hat. Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrungen und können die Teilnahme an die nachfolgenden AGs nur weiterempfehlen!

Studijní cesta do Prahy

Nachdem einige Städte als Ziel in der Diskussion waren, stand am Ende fest: Die Studienfahrt geht in die „Goldene Stadt“ Prag. Zum Trotz aller Frühjahrserkältungen und Virenepidemien konnten wir vollzählig vom 12. bis 16. Februar die eindrucksvolle und geschichtsträchtige Metropole unseres Nachbarlandes besuchen.

Zunächst machten wir uns während eines Spaziergangs durch die Altstadt mit der Umgebung und ihrer Geschichte vertraut. Umgeben von prunkvollen Fassaden, Synagogen, Kirchen und Denkmälern, wandelten wir in den Spuren von Rabbi Löw und seinem Golem und Franz Kafka. Nach einer kurzen Pause zum Aufwärmen und Energie tanken wurde die Stadt in kleineren Gruppen weiter erkundet.

Weitere historische Einblicke juristischer Färbung fanden wir in Kleingruppen unter anderem im Polizeimuseum. Dort wurden die Entwicklung und Tätigkeit der Polizei als Arm des Rechts von der Gründung der einstigen Tschechoslowakei bis zur Gegenwart dargestellt. Weniger geschichtlich fundiert, aber dafür unterhaltsamer war das KGB Museum. Voll im aktuellen Trend von alternativen Fakten erfuhren wir unter anderem, wer die Idee für den einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum hatte und wer die wahren Helden der Sowjetunion sind.

Botschaft Prag

Das Mysterium um den ohne Rücksprache vom Veranstalter gestrichenen Besuch der deutschen Botschaft konnte bei einem Ortstermin geklärt werden.

Beim Besuch des Senats des Parlaments der Tschechischen Republik konnten wir einen kleinen Einblick in dessen verfassungsrechtliche Aufgaben und Arbeitsweisen erhalten.

Außerdem konnte uns der Managing Partner einer der bedeutendsten internationalen Wirtschaftsrechtskanzleien der Tschechischen Republik und der Slowakei, der außer in Prag auch in Passau studierte, einen Einblick geben in die Möglichkeiten, als deutscher Jurist im Ausland zu arbeiten.

Neben dem Fachprogramm gab es auch ausreichend Zeit, sich abseits von AGs und Lerngruppen besser kennenzulernen und den Rat des oben genannten Managing Partners befolgend „Networking“ bei deftigem böhmischen Essen und tschechischem Bier zu betreiben.Prag Gruppe

Wir hatten eine tolle Zeit in Prag und können unseren Nachfolgern nur empfehlen sich zusammen zu raufen und eine Studienfahrt zu organisieren.

Nicht zuletzt möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei unserer Ausbildungsleiterin und unseren Ausbildern bedanken, die uns die Studienfahrt ermöglicht haben!